Am Donnerstag den 6.1.2011 starb unerwartet unser langjähriger Kamerad Rolf Adler im Alter von 75 Jahren.
Er kam am 1.9.1949 im Alter von 14 Jahren als begeisterter Bergsteiger und Skifahrer zu unserer Bereitschaft.
In den folgenden Jahren absolvierte er die Naturschutz-, Theorie- und Winterdienstprüfung und erfüllte in über 6 Jahrzehnten seinen ehrenamtlichen Dienst am Menschen in der Bergwacht. Er nahm aufgrund seines hervorragenden Fachwissens als Landschaftsgärtners über Jahrzehnte das Amt des Naturschutzreferenten ein. In dieser Zeit führte er unzählige Kameraden in die Schönheiten der Natur der Schwäbischen Alb ein und bereitete Sie fachkundig auf die Naturschutzprüfung der Bergwacht vor. In den letzten Jahren wirkte er dann bis heute als Seniorenvertreter. Hier veranstaltete er Wanderungen und zahlreiche Treffen zum Singen der Senioren auf unserer Hütte.
Rolf Adler war 61 Jahre immer aktiv in unserer Bereitschaft tätig. Selbst im November letzten Jahres nahm er noch an der Ausschuß-Sitzung teil. Er war eine tragende Säule der Bereitschaft. Er spielte früher immer Gitarre an den Dienstabenden und gestaltete viele interessante und eindrückliche Naturschutzausfahrten für die Bereitschaft.
Wie kaum ein anderer lebte er die Begeisterung für die Bergwacht. Die ganze Familie Adler ist heute Mitglied in der Bereitschaft Göppingen. Seine 3 Söhne sind sehr bei uns in der Bereitschaft engagiert und besetzten darüber hinaus heute wichtige Positionen in der Landesleitung der Bergwacht Württemberg.
Für mich als Bereitschaftsleiter war Rolf Adler immer ein Rückhalt. Immer wenn man für Aufgaben oder Tätigkeiten jemand brauchte, Rolf Adler war immer mit Enthusiasmus dabei. Ich erinnere mich noch an eine Naturschutzmaßnahme an den Hausener Felsen für einen Schmetterling, der nur noch 2 Mal in BW vorkommt. Rolf ließ es sich damals nicht nehmen tatkräftig beim Auslichten von Büschen und Bäumen im steilen Felsgelände mitzuhelfen. Obwohl er beruflich schon lang in Rente war, packte er in bewundernswerter Weise teilweise kräftiger zu, wie jüngere Helfer.
Viele Stunden seiner Freizeit verbrachte er auch beim Bau unserer Hütte. Beim Umbau des alten Schafstalls zu einer funktionellen Rettungsstation auf dem Albuch war er einer der tragenden Kräfte. Die von ihm im Hüttenraum gestaltete Wandzeichnung des Matterhorns wird uns stets ein bleibendes Andenken an ihn bleiben.
Über alle Trauer und Betroffenheit hinweg bleibt uns die Erinnerung an einem wertvollen Menschen und an viele schöne gemeinsame Stunden beim Dienst und geselliger Runde.
Der ganzen Familie Adler sind wir in herzlicher Anteilnahme verbunden und unser Mitgefühl geht weit über diesen Tag hinaus.
Uwe Strofus
Bereitschaftsleiter Bergwacht Göppingen
