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Rad und Rucksack sind jetzt da Schülerin konnte man bisher nicht vernehmen
Der Mountainbike-Sturz im Roggental bleibt weiterhin rätselhaft. Allerdings hat die Polizei das Fahrrad und den Rucksack der Schülerin gefunden.
MANFRED BOMM
GEISLINGEN. Die 18-Jährige, die schon mehrfach Großeinsätze der Rettungsdienste ausgelöst hat, hätte am Sonntag mit ihren Eltern zur Vernehmung zur Polizei kommen sollen. Doch daraus wurde nichts, wie der stellvertretende Revierleiter Roland Wesa bestätigt. Nachdem die Schülerin, die heute vor einer Woche aus einem unwegsamen Steilhang bei der Unteren Roggenmühle geborgen wurde, weiterhin in einer Klinik untergebracht sei, hätten auch die Eltern den Termin abgesagt. Die Heidenheimerin gilt zwar als unverletzt, wurde aber jetzt offenbar in psychiatrische Behandlung gebracht. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es nicht.
Die Geislinger Polizei, die wegen Missbrauchs von Notrufen ermittelt, hat inzwischen alle weiteren zehn Fälle zusammengetragen, bei denen die junge Frau seit Mai vergangenen Jahres die Rettungsdienste auf ähnliche Weise genarrt hat. Bis zur Rettungsaktion im Roggental war offenbar den Polizeidienststellen in den Landkreisen Alb-Donau, Heidenheim und Aalen nicht aufgefallen, wie oft die Schülerin bereits aus angeblich misslichen Situationen gerettet werden musste. Nun aber kommen die Ermittlungen ins Rollen. Die Geislinger Polizei will die Informationen an die Unterbringungsbehörde in Heidenheim weiterleiten, die dann über das weitere Vorgehen gegen die junge Frau entscheiden muss. Schließlich gehts auch um viel Geld. Denn könnte ihr nachgewiesen werden, dass sie die Rettungsdienste tatsächlich im Vollbesitz der geistigen Kräfte alarmiert hat, müsste sie damit rechnen, die Einsätze alle bezahlen zu müssen.
Die Frau hatte im Roggental einem Ersthelfer erklärt, auf einem Forstweg mit dem Mountainbike gestürzt zu sein und einen Rucksack dabei gehabt zu haben. Erste Suchaktionen danach verliefen erfolglos. Am Pfingstwochenende jedoch bekam die Polizei einen Hinweis auf ein Fahrrad, das rund einen Kilometer von dem Auffindeort der Frau an einer völlig unwegsamen Geländestelle lag. Dort entdeckten die Beamten auch den Rucksack. Eine Vernehmung der Schülerin ist erst möglich, wenn es die Ärzte gebieten. |