· In Absurdistan

Bergwacht in Absurdistan? Als sich im Frühjahr 2007 die Produktionsfirma des renommierten Regisseurs Veit Helmer bei Uwe Strofus, dem Bereitschaftsleiter der Bergwacht Göppingen, meldete und nach einem "Rettungsschlitten" fragte, konnte dieser nicht ahnen, was aus einem ausrangierten und nicht mehr einsatzfähigen Akija werden würde. Über den Internetauftritt der Bergwacht Göppingen sei sie auf ihn gestoßen, so die Mitarbeiterin der Veit-Helmer-Produktion am Telefon. Sie seien auf der Suche nach einem "Rettungsschlitten" für den Film "Absurdistan", der demnächst gedreht werden soll. Die Göppinger Bergwachtler verfügten über einen nicht mehr einsatzfähigen Akija, den sie nach Berlin schickten. Jetzt ist der Film in den Kinos angelaufen, der Bayerische Filmpreis inzwischen überreicht und die Kritiker haben Gefallen an dem Film und dem Akija gefunden, wenngleich er auch zum Beispiel zu einer Seilbahn mutierte - Hanns-Georg Rodek in Welt online: "In einer der schönsten Szenen von ,Absurdistan gondelt Aya in einer von ihrem Liebsten für sie konstruierten Seilbahn bei Vollmond über die nächtlichen Dächer des Dorfes." Der Schlitten verwandelt sich außerdem zum Bett: "Daher gibt es Momente, die ohne Zweifel bezaubern und faszinieren, wenn zum Beispiel der hormongesteuerte Timelko mit einem an Drähten und Schnüren befestigten Bett die verwirrte Aya über die Dächer der ganzen Stadt zieht," so schreibt P. Wellinski in filmszene.de. Im Film ist der Akija aus Göppingen aber deutlich als solcher zu erkennen, das Bergwacht-Abzeichen und die Aufschrift "Bergwacht Göppingen" beweisen es.