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3085 Einsatzstunden haben die ehrenamtlichen Helfer der Bergwachtbereitschaft Göppingen im DRK Keisverband Göppingen im Jahr 2009 auf ihrem Habenkonto zu verbuchen.
Bei jedem Wetter und in jedem Gelände waren die Frauen und Männer der Bergwacht zur Stelle, wenn es galt, in Not geratenen Menschen Hilfe zukommen zu lassen. Die Bergretterinnen und Bergretter der Bergwachtbereitschaft Göppingen haben somit die ihnen übertragenen rettungsdienstlichen Aufgaben im Landkreis voll erfüllt.
Die Bereitschaftsmitglieder waren mit insgesamt 270 Einsatzstunden bei der Betreuung des Skilifts Kriegsburren bei Treffelhausen und der Langlaufloipen im Albuch gefordert. Auch in diesem Jahr waren zwei Bergwächtler aus Göppingen hauptberuflich bei der Skiwacht tätig. Rainer Abele unterstützte die Kameraden der Bergwacht Oberstaufen vier Wochen lang in den Schigebieten Steibis Skiarena, Thalkirchdorf mit Hündle und am Hochgrat. David Wimmer verstärkte die Rettungsmannschaft in Rottach-Egern während drei Monaten im Schigebiet Sutten und am Wallberg.
In den heimischen Gefilden waren die Bergrettungsspezialisten der Bergwacht Göppingen nicht nur auf den Pisten und Loipen im Einsatz, sondern auch im unwegsamen Gelände. Sei es die Bergung von Drachen- und Gleitschirmfliegern aus einem Baum, gestürzten Radfahrern in einem steilen Waldgelände, abgestürzten Kletterern im Fels, die Göppinger Bergretter leisteten schnelle und qualifizierte Hilfe mit dem jeweils notwendigen Rettungsgerät: z.B. Akija, Gebirgstrage, Statikseil, Baumsteigegerät oder Hubschrauber. Auch für die anderen Rettungsdienste und die Polizei ist die Bergwacht Göppingen ein verlässlicher Partner. Insgesamt wurden im Sommerrettungsdienst 600 Einsatzstunden geleistet. Spektakulär, nicht nur für die Bergwacht, sondern auch für Polizei, Feuerwehr Rettungsdienst und die Hubschrauberbesatzung von Christoph 22, war der Großeinsatz im Roggental am 27. Mai 2009. Rund 50 Hilfskräfte waren damit beschäftigt, eine 18-jährige Mountainbikerin im steilen Waldgelände des Albtraufs zu retten. Wie sich später herausstellte, war dies bereits der zwölfte vorgetäuschte Unfall der jungen Frau.
Großer Wert wird in der Bereitschaft auf die Aus- und Weiterbildung gelegt. Hierbei profitieren die Bereitschaftsmitglieder von der Erfahrung z. B. im medizinischen Bereich von Bereitschaftsarzt Dr. Martin Messelken, leitender Notarzt an der Klinik am Eichert und Alexander Kasner, hauptberuflich als Rettungsassistent tätig und für die Sanitätsausbildung in der Bereitschaft verantwortlich. Einige Bereitschaftsmitglieder sind auch als Helfer vor Ort (HvO) im Einsatz. |
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Die Bergwachtmitglieder haben aber sich nicht nur im Rettungsdienst, sondern auch im Naturschutz engagiert, einer der Kernaufgaben der Bergwacht, die 1938 zur Gründung der Bergwacht Göppingen geführt hat. Sei es bei der Standortbewachung geschützter Pflanzen oder Überprüfung der Einhaltung von Kletterverboten bei Vogelbrut, die Frauen und Männer mit dem Roten Kreuz im Edelweiß versuchen durch Argumente zu überzeugen, so dass nur ganz selten die Erstattung einer Anzeige notwendig wurde. Auch bei landschaftpflegerischen Maßnahmen war die Bergwacht aktiv. Im Auftrag des Regierungspräsidiums schneiden z. B. die Göppinger Bergwächtler regelmäßig Felspartien frei und tragen damit zur Arterhaltung seltener Pflanzen und Tiere bei. Zusammen mit anderen Bergsportverbänden beteiligten sie sich auch an Wegebaumaßnahmen, um die Zugänge zu den Einstiegen an den Kletterfelsen naturverträglich zu ermöglichen. Regelmäßige Treffen und Besprechungen mit anderen Naturschutzverbänden und Behörden nehmen die Naturschützer zusätzlich zeitlich stark in Anspruch, 317 Einsatzstunden waren es insgesamt im Jahr 2009 im Naturschutz.
Ein besonderes Augenmerk wird bei der Bergwacht Göppingen auf die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung gelegt. Mittlerweile fünf Jugendleiterinnen und Jugendleiter kümmern sich um die Jugendlichen und Anwärter, um diesen eine gute und qualifizierte Ausbildung zukommen zu lassen. Dies geschieht in den wöchentlichen Dienstabenden, aber auch bei Ausbildungsausfahrten. 97 Stunden investierten die engagierten jungen Menschen in diese Arbeit neben ihrer aktiven Mitarbeit im regulären Bergwachtdienst.
Viel Zeit und „Manpower“, immerhin 254 Stunden im Jahr 2009, erfordert auch die Bergrettungswache „Schafhaus“ auf dem Fuchsrain oberhalb von Nenningen. Sie ist Rettungsstützpunkt im Winter für den Schilift Treffelhausen und das Langlaufgebiet Albuch, im Sommer für Einsätze im unmittelbaren Einzugsgebiet. Neben den Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen schlägt vor allem der regelmäßige Hüttendienst an den Wochenenden zu Buche, im Winter wöchentlich, in den Sommermonaten 14-tägig. Hüttenwart Stefan Eleuther betreut und organisiert den Betrieb der Bergrettungswache ebenfalls neben seinem regulären Bergwachtdienst.
Auch auf Landesebene sind Göppinger Bergwächtler engagiert: Bernd Adler ist technischer Landesleiter Sommer und Landesausbilder Sommer und Winter, Jochen Adler technischer Landesleiter und Landesausbilder Winter, Stefanie Adler ist Landesausbilderin Winter und Raimund Wimmer Pressesprecher der Bergwacht Württemberg. Gerhard Pfäffle und Tobias Kiefer sind stellvertretende Landesjugendleiter, Bereitschaftsleiter Uwe Strofus ist Mitglied der Bergwachtversammlung und DRK Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber gehört als Vertreter der DRK Kreisverbände dem Bergwacht Ausschuss an.
Im Rahmen seiner Skiwacht -Tätigkeit hatte Reiner Abele im Februar 2009 bei einem Lawinenabgang am Hochgrat bei Oberstaufen einen traurigen Einsatz: Die Suche nach einem verschütteten Skifahrer musste leider nach zwei Tagen erfolglos eingestellt werden.
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