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Tastend dem Gipfel entgegen Der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer kam zu einer Klettertour mit Kindern ins Eselsburger Tal
HERBRECHTINGEN. Am Donnerstag kletterte Andy Holzer, blinder Extrembergsteiger aus Osttirol, noch in den Dolomiten bis auf 2700 Metern. Bereits zwei Tage später besuchte er auf Einladung der Bergwacht Göppingen das Eselsburger Tal, um blinde Kinder erleben zu lassen, wie sich Klettern an steiler Felswand anfühlt.
„Mit drei Jahren bin ich das erste Mal mit meinen Eltern klettern gegangen“, wusste der 42-jährige Andy Holzer den interessierten Zuhörern zu erzählen. Der Extrembergsteiger ist seit seiner Geburt blind. Sein Zuhause ist nach wie vor Tristach bei Lienz in Österreich.
„Hinter den sieben Bergen“ wohne er, und der Großglockner sei sein Hausberg zum täglichen Üben. Stets zu einem Scherz aufgelegt war der sympathische Bergsteiger, der hauptberuflich als Masseur in einem Krankenhaus arbeitet. Auf die Schwäbische Alb begleitet hat ihn neben seiner Ehefrau auch sein Bergsteiger-Kamerad aus Südtirol, Hansjörg Fauster, mit dem er die höchsten Gipfel der Welt erklimmt
Am Samstagvormittag traf man sich nahe dem Wahrzeichen des Eselsburger Tales, den Steinernen Jungfrauen.
Neben einer elfköpfigen Mannschaft der Göppinger Bergwacht waren drei blinde Schülerinnen der Stuttgarter Nikolauspflege, einer Schule für Blinde und Sehbehinderte, angereist. |