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Hauptübung der Bergwacht Wiesensteig Raimund Wimmer, Bergwacht Göppingen
"Ein Kletterer ist am Drehfels bei Geislingen abgestürzt", so die Meldung, die am 2. Dezember 2007 morgens auf der Bergrettungswache "Schafhaus" bei Lauterstein einging. Sie war der Startschuss zur diesjährigen großen Hauptübung der Bergwacht Göppingen.
Mit zwei Einsatzfahrzeugen machten sich zehn Bergwächtlerinnen und Bergwächtler auf den Weg zum Einsatzort am Albtrauf. Sofort nach dem Eintreffen begann eine Einsatzgruppe mit der Suche nach dem Verletzten, denn der Meldung war nicht klar zu entnehmen, wo an der Felsengruppe der Verunglückte lag. Das extrem steile Waldgelände mit all seinen Tücken, wie zum Beispiel nasses Laub auf nassen Todholzstämmen und vermoostem Gestein oder durch-nässter Waldboden und Geröll erforderten höchste Aufmerksamkeit und Konzentration der Helfer.
Der Abgestürzte wurde eingeklemmt zwischen einem Felsfuß und einem Baum aufgefunden. Eine erste Untersuchung ergab, dass der Kletterer sich einen offenen Unterschenkelbruch und eine Darmverletzung zugezogen hatte. Die Bergretter begannen sofort mit der Versorgung des Patienten und forderten einen Notarzt und das notwendige Bergegerät, eine Gebirgs-trage an. Der Notarzt verabreichte Schmerzmittel, eine Infusion wurde angelegt und Sauerstoff verabreicht. Nun konnten auch die Brüche schmerzfrei geschient und der Patient für den Abtransport vorbereitet werden.
Zwischenzeitlich hat sich auch die zweite Einsatzgruppe mit der Gebirgstrage zur Unfallstelle abgeseilt. Das Umbetten in die Gebirgstrage erwies sich als äußerst schwierig, denn zum Einen musste der Verletzte aus dem Zwischenraum von Fels und Baum möglichst schonend herausgetragen werden, zum Anderen war das Einladen in die Trage wegen der Steile des Geländes und dem Platzmangel erschwert.
Mit Statikseilen wurden zwei Retter mit dem verunglückten Kletterer in der Gebirgstrage mehrere hundert Meter durch das steile, rutschige und steinschlaggefährdete Waldgebiet ins Eybachtal abgeseilt. Bei der anschließenden Abschlussbesprechung in der Bergrettungswache dankte Bereitschaftsleiter Uwe Strofus den Bergwächtlerinnen und Bergwächtlern für ihre Einsatzbereitschaft im vergangenen Jahr. Die Übung habe den hohen Ausbildungsstand der Bergretter aus Göppingen wieder einmal eindrucksvoll dokumentiert. Vor allem das Engagement vieler Bergwachtmitglieder als Helfer vor Ort (HvO) trage zu einer hohen Qualität speziell im Bereich Sanitätswesens bei.
Der technische Leiter für die Bergrettung, Bernd Rein machte sich für die Beschaffung eines zweiten GPS-Geräts stark, denn dadurch könne noch schneller und effektiver die genaue Lokalisierung von Einsatzstellen, vor allem im unwegsamen Gelände erfolgen und an die jeweils nachfolgenden Einsatzgruppen übermittelt werden. |
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Bergwacht Göppingen wird 70 Jahre Raimund Wimmer, Bergwacht Göppingen
Zu ihrem 70. Geburtstag haben die Bergretter aus Göppingen sich etwas Besonderes einfallen lassen und machen sich damit selbst ein Geburtstagsgeschenk.
Am 28. April 2008 ist Alexander Huber zu Gast in Göppingen mit seinem Vortrag "Opera Vertikal". Alex, derzeit einer der besten Kletterer der Welt, zeigt aktuelle Highlights im Sportklettern, alpinem Felsklettern und vielen anderen Spielen, die Kletterer neben ihrem Sport betreiben. Die spektakulären Bilder seiner Projekte erzeugen bei den Zuschauern eine Gänsehaut, z.B. wenn er über seine Free-Solo-Begehungen im Schwierigkeitsgrad X, seinen Speed-Kletter-Weltrekord oder seine Highline-"Überschreitungen" erzählt.
Am 19. September 2008 berichtet der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer über seine Unternehmungen, z.B. die Durchsteigung der Gelben Kante in den Drei Zinnen, die Durchkletterung der Via Comici in der Großen Zinne sowie die Durchsteigung durch die Südwand des Preußturms auf den Gipfel der Picolissima in einer Dreier-Seilschaft mit dem beinamputier-ten Amerikaner Hugh Herr und dem ebenfalls blinden Kletterer Erik Weihenmayer. Am 20. September 2008 veranstalten die Göppinger Bergwächtler einen Klettertag zusammen mit Andy Holzer und blinden Kindern und Jugendlichen an den Felsen der Schwäbischen Alb. |