GROSSEINSATZ / Glückliches Ende einer Vermisstensuche
Im Wald verschwunden
Auch ein Hubschrauber kann 22-Jährigen nicht finden

Für große Aufregung hat am Wochenende ein leicht geistig behinderter Mann gesorgt, der sich im Wald bei Lenglingen verlaufen hatte. Die ganze Nacht hindurch irrte er umher.

DIRK HÜLSER

GÖPPINGEN Ein 22-jähriger Mann hat die Nacht von Samstag auf Sonntag unfreiwillig im Freien verbracht, nachdem er sich im Wald bei Hohenstaufen verlaufen hatte. Der leicht geistig Behinderte hatte am Samstag gegen 17 Uhr eine Behinderteneinrichtung in Göppingen verlassen, um mit dem Bus in die Stadtmitte zu fahren. Da er den Bus verpasste, entschloss er sich, den Weg zu Fuß zu gehen. Gegen 21.30 Uhr meldete sich der junge Mann dann über sein Handy bei seinem Betreuer und berichtete, dass er sich im Wald verirrt habe.

Anschließend setzte der 22-Jährige noch Notrufe ab, wobei es der Polizei aber nicht gelang, seinen Standort zweifelsfrei festzustellen. Die Funkzellenortung seines Handys deutete aber auf den Bereich rund um den Hohenstaufen hin. Die Beamten entschlossen sich daraufhin, eine groß angelegte Suchaktion zu starten.

Rettungshunde im Einsatz

Die Piloten eines Hubschraubers und mehrere Streifenbesatzungen setzten sich in Bewegung. 40 Einsatzkräfte des DRK, der Bergwachten Göppingen und Geislingen-Wiesensteig, der Rettungshundestaffeln der Johanniter, Malteser, des DRK und des Bundesverbands Rettungshunde begannen um 3.45 Uhr ihren nächtlichen Einsatz. Bis 7.50 Uhr dauerte die aufwendige Suchaktion - jedoch ohne Erfolg. Die Suche wurde abgebrochen, nachdem der Vermisste sein Handy am Morgen wieder eingeschaltet hatte und die Funkzellenortung darauf hinwies, dass sich der Vermisste mittlerweile im benachbarten Ostalbkreis befand.

Gestern Mittag dann die Entwarnung: Kurz nach 12 Uhr fanden zwei Wanderer den Mann unversehrt in einem Waldstück zwischen Reitprechts und Lenglingen. Eine Polizeistreife brachte ihn anschließend wieder nach Hause.