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Helfer seilen sich ab SÜSSEN. Ein spektakuläres Szenario erlebten die vielen Zuschauer bei der Hauptübung der Süßener Freiwilligen Feuerwehr auf der neuen B 10-Trasse. Auch die Bergwacht des Roten Kreuzes kam zum Einsatz. Die Unfallsituation, die bei der Hauptübung realitätsnah simuliert wurde, war ganz und gar nicht von Pappe: Ein Pkw-Fahrer fährt von Schlat kommend mit überhöhter Geschwindigkeit auf die neue B10 ein. Dabei übersieht er einen Lkw, der Richtung Gingen auf der B10 unterwegs ist, und fährt diesem unter das Heck. Der Pkw-Fahrer wird in seinem Fahrzeug eingeklemmt, der Lkw-Fahrer erleidet einen Schock. Der Fahrer eines Pkw aus Richtung Eislingen sieht den Unfall zu spät und kommt beim Ausweichen ins Schleudern, das Fahrzeug bleibt auf der Beifahrerseite liegen. Vorher wird die Beifahrerin aus dem Auto über das Brückengeländer geschleudert und bleibt im unwegsamen Gelände liegen. Der Fahrer des zweiten Pkw liegt schwer verletzt in seinem Fahrzeug. Ziel der Übung war es, den Zuschauern die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die technischen Hilfeleistungsgeräte der Feuerwehr vorzuführen. So konnten die Besucher, kommentiert von der Feuerwehr, verfolgen, wie die Tür eines Pkw mit Hilfe eines hydraulischen Kombirettungsgerätes geöffnet wird, wie ein auf der Seite liegender Pkw durch einen hydraulischen Rettungsgurt, einen Spanngurt und Unterlegkeile stabilisiert werden kann und wie die Patienten schonende Rettung durch das Abklappen des Fahrzeugdachs erfolgt. Auch das Anheben schwerer Lasten mit Hilfe von Hebekissen, die mit Pressluft gefüllt werden, und der Einsatz eines Greifzugs zum Herausziehen des Pkw unter dem Laster wurde demonstriert. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes von der Ortsgruppe Böhmenkirch. Die Feuerwehr wird im Normalfall, nach den akuten Maßnahmen wie dem Sichern des Fahrzeugs, mit der Rettung eines Unfallopfers erst beginnen, wenn die Rettungskräfte und der Notarzt den Patienten stabilisiert haben. Im zweiten Teil der Übung kam mit der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes eine weitere Rettungseinheit zur Unterstützung dazu. Die Beifahrerin des zweiten Pkw lag ja noch unterhalb der Brücke. Zwei Mitarbeiter der Bergwacht und zwei Helfer der Feuerwehr ließen sich mit dem Seil über das Brückengeländer mit einem Arztrucksack zu der Patientin ab, um die Lage zu sichern und erste medizinische Maßnahmen durchzuführen. Nachdem die Patientin transportfähig gemacht war, wurde sie in einer Gebirgstrage mit Seilen über die Drehleiter der Süßener Feuerwehr nach oben befördert. Dabei kam von Seiten der Bergwacht ein Flaschenzug zum Einsatz, der vor Ort aus Seilen, losen Rollen und Karabinern montiert wurde. Dieser kann rein durch Menschenkraft bewegt werden. Kommandant Andrea Borgia und Bürgermeister Marc Kersting bedankten sich bei den Einsatzkräften für die erfolgreiche Übung. Für die zur Verfügungstellung von Übungsfahrzeugen, Transportmitteln und einer Beschallungsanlage dankte die Süßener Feuerwehr mehreren Sponsoren. |