Die Varianten des Bergsteigens
Alexander Huber erzählt mit Bildern über den modernen Alpinismus

Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Bergwacht Göppin-gen kommt der Extrembergsteiger Alexander Huber am 28. April zu einem Multivisionsvor-trag nach Göppingen. Die NWZ verlost Tickets.

Göppingen. 1997 zog es der 36jäh-rige staatlich geprüfte Berg- und Skiführer vor, seine beginnende Laufbahn als Physiker an den Nagel zu hängen und einem unbekannten Weg in die Bergwelt zu folgen. Das Bergsteigen in jeder seiner Formen in den verschiedensten Ländern der Erde ist seine Passion. Durch Kraft und Wille konnte er sich seitdem immer wieder aufs neue Träume erfüllen. Der elfte Grad im Sportklettern, ,Bellavista' als erste Route dieses Grades in einer alpinen Felswand, die Freikletterrouten an den Bigwalls des Yosemite, die Erstbegehung der Westwand des La-tokll und die Free-Solo-Begehung der Direttissima an der Großen Zinne sind die Eckpunkte seines Lebens als Bergsteiger.

In seinem Vortrag „Opera Vertikal" zeigt er die vielen Gesichter, die das heutige Bergsteigen hat - Freiklettern, Eisklettern, Höhenbergsteigen geben dem modernen Alpinismus eine abwechslungsreiche Erscheinung, machen ihn für die Aktiven aber auch immer anspruchsvoller. In seinem Vortrag zeigt Alexander seine aktuellen Highlights im Sportklettern, alpinem Felsklettern und vielen anderen Spielen, die Kletterer so neben ihrem Sport her betreiben.

Alexander und Thomas Huber setzten sich 2003 die freie Durchstei-
gung des Extremklassikers Zodiac zum Ziel. An dieser 600 Meter langen Route am El Capitan entdeckten die zwei eine neue Herausforderung: schneller und nochmals schneller klettern. Neben der freien Durchsteigung im Herbst 2003 stellten die zwei Brüder dann im darauffolgenden Frühjahr einen fast schon phantastischen Rekord auf: 1:51:34. Am Oktober 2007 schrieben sie erneut Alpingeschichte, als sie die „Nose" am El Capitan, die berühmteste Kletterroute der Welt, in 2:45:45 Stunden durchstiegen und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt haben.

Klettern ohne jede Form von Absicherung - kein Seil, kein Gurt, Nichts. Was zählt ist das eigene Können und die mentale Stärke. Wieweit ist es möglich, bis zu welchem Grad kann so kontrolliert geklettert werden, dass man auf die Sicherung verzichten kann? Mit der Route .Kommunist' kletterte Alexander Huber die erste und bisher einzige X+ Route free solo.Mallorca ist die mediterrane Ferieninsel schlechthin. Aber darüber hinaus finden sich an der Ostküste der Insel kilometerlange Steilküsten mit genialer Felsqualität, die geradezu zum Klettern einladen. Direkt aus dem Meer steigen oft über 20 Meter hohe, senkrechte und überhängende Wände, an denen ohne Seil - free solo - geklettert wird. Nur eben nicht über hartem Boden, sondern über tiefem Wasser. „Deep Water Soloing" ist eine noch junge Spielart des Klet-terns, die aber durch ihre Exotik und spektakulär hohen Stürze ins Meer nicht nur die Kletterer, sondern genauso die Zuschauer begeistert.

Karten sind erhältlich in den NWZ Geschäftsstellen Göppingen und Eislingen, im i-Punkt im Rathaus Göppingen, im Basislager der Bergwacht, bei Sport Russer und online unter www.bergwacht-goeppingen.de

Gewinnchanche
Für den Vortrag von Alexander Huber am 28. April, 1830 Uhr, in der Stadthalle Göppingen verlost die NWZ fünf Mal zwei Tickets. Wer gewinnen möchte, schreibt an: NWZ-Redaktion, Stichwort: Bergsteigen, Postfach 1469, 73014Göppingen. Einsendeschluss ist Mittwoch, 16. April.Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.